Stark durch Corona | #2 Nicht den Kopf verlieren!

von | 30. März 2020

Mit welchem Survival-Mindset Sie stark durch die Krise kommen…

Eine große Gefahr in Krisen besteht darin, dass Menschen ihren Kopf verlieren. Die einen verlieren sich im Gefühl von Angst und Panik während andere sich in einen übertriebenen Optimismus flüchten. Beides ist gleichermaßen gefährlich. Das gilt heute in der Corona-Krise genauso, wie bei meiner Entführung in den philippinischen Dschungel vor 20 Jahren. Die Herausforderung ist ähnlich: Stark bleiben in einer unsicheren Lage, die potenziell lebensgefährlich oder auch beruflich existenzgefährdend ist – eine Lage, bei der man nicht weiß, wie sie am Ende ausgeht und wie lange es dauern wird.

Viele Menschen fragen sich angesichts der aktuellen Corona-Krise: Muss ich jetzt Angst haben oder soll ich optimistisch bleiben? Aus Erfahrung weiß ich: Sowohl als auch! Es ist nur eine Frage des Maßes. Zu viel Angst lähmt uns und wirkt sich negativ auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Hier hilft eine positive Grundeinstellung und die Hoffnung auf ein gutes Ende. Leichtfertiger Optimismus allerdings ist gefährlich. Wer heute über Corona denkt „Alles halb so wild, geht schnell vorbei“, der läuft Gefahr, die tatsächlichen Risiken zu unterschätzen. Sehr effektiv ist daher die Haltung: Positiv denken und fühlen, aber zugleich besonnen und risikobewusst handeln. Dieses Survival-Mindset half mir, 140 Tage der Ungewissheit im Dschungel unbeschadet zu überleben.

Während der Entführung schwankten wir wochenlang zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Mal sagten die Entführer: „Übermorgen werdet ihr freigelassen.“ Dann drohten sie: „Wir enthaupten Euch, wenn kein Lösegeld gezahlt wird.“ Um einen kühlen Kopf zu bewahren, habe ich mich emotional auf keines der beiden Szenarien eingelassen. Vielmehr habe ich mich auf eine lange und beschwerliche Zeit eingestellt und zugleich fest an meine Freilassung geglaubt. Diese Zweigleisigkeit im Denken wirkt nachhaltig: Optimismus gibt Kraft zum Durchhalten. Realismus wappnet für die Risiken auf dem Weg zu einem guten Ende.

Nutzen Sie dieses Survival-Mindset, um stark durch die Corona-Krise zu kommen. Stellen Sie sich auf eine lange und herausfordernde Zeit ein, aber verlieren Sie nicht den Mut und die Hoffnung auf eine positive Zukunft. Mit dieser Grundhaltung sind Sie gut gewappnet für die anstehenden Herausforderungen.

Leichter gesagt als getan? Dann erfahren Sie in den nächsten „Stark durch Corona“-Beiträgen mehr über konkrete Handlungsmöglichkeiten:

  • Optimismus als Kraftquelle – Wie Sie positives Denken nutzen und trainieren
  • Optimismus als Gefahrenquelle – Warum (allzu) positives Denken tödlich sein kann und was dagegen hilft